Systemische Ansätze & Skulpturarbeit

Systemische Therapie bezeichnet eine psychotherapeutische Fachrichtung, die systemische Zusammenhänge und zwischenmenschliche Beziehungen in einer Gruppe als Grundlage für die Diagnose und Behandlung von seelischen Beschwerden und menschlichen Konflikten betrachtet.

Alles ist miteinander verbunden, alles steht in Wechsel­wirkung.

Dies ist keineswegs abgehoben esoterisch gemeint, sondern eine der Grundlagen der Kybernetik und der Systemtheorie. Wir sind immer, ausser, wir ziehen uns wie ein Einsiedler zurück, mit der uns umgebenden Umwelt verbunden. Wir interagieren mit ihr.

Dieses Wechselspiel wird als interpersonelle Beziehung bezeichnet.

Je nachdem, wie wir uns verhalten bzw. was von uns verlangt wird, werden wir dabei früher oder später in Rollenmuster rutschen bzw. von anderen auf Rollen festgelegt.

Die prägendsten Rollen entstehen dabei in unserer Kindheit. Sie werden oftmals so sehr zur Gewohnheit, dass wir sie für unser wahres Ich halten und uns nicht vorstellen können, dass sie doch nur durch das Familiensystem bedingt sind.

Sie alle wissen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

In jede Interaktion mit anderen Menschen fliesst ein, was wir als Rolle in sozialen Systemen gelernt haben - unabhängig davon, ob dies der aktuellen Situation entspricht oder ob wir nur ein erlerntes Kindheitsmuster abspulen.

Die Antworten und Reaktionen sind entsprechend und bestärken uns in unserer oftmals gar nicht so an­geneh­men Rolle. Wir haben eben nichts anderes verdient.

Skulpturarbeit ist eine Technik mit mehreren Personen diese Rollen und häufig auch ihre Ursachen im Raum transparent zu machen.

Für die Erkundung des eigenen Systems bietet sich Voice-Dialogue an.

 

Das Ganze ist mehr als die
Summe seiner Teile.

Aristoteles