Burn-out

Was soll dieser Tag schon bringen?
Er ist einer, wie viele andere - Tage die vorbeigehen und nicht einmal das Kalenderblatt wert sind.
Langsam und unmerklich sind Leidenschaft und Vitalität verschwunden:
aus der Arbeit, aus der Liebe und aus dem Leben.

Eine Erschöpfungsdepression kann jeden treffen, aber nur die wenigsten haben einen tatsächlichen Zusammenbruch, kommen an einen Punkt an dem nichts mehr geht. Zumeist ist es ein schleichender Prozess, der sich über Jahre hinzieht.

Es beginnt mit dem Gefühl einer zunehmenden Leere - der Sinn verschwindet aus dem Tun. Um dennoch zu funktionieren und nicht aus der Rolle zu fallen, schaffen Sie sich einen Rahmen und Strukturen.

Die Arbeit und das Leben werden erledigt, aber nicht mehr gefühlt. Sie geben, aber es kommt nichts zurück - jedenfalls nichts, was Sie nährt. Sie haben die Verbindung gekappt.

Nimmt die Sinnkrise zu und steigt die innere Leere, verschärfen Sie die Strukturen und üben Druck auf sich aus. Sie schaffen einen Leistungsdruck, den Sie nie und nimmer erfüllen können. Je mehr Sie leisten, umso unerfüllter scheint Ihr Leben.

Sie brauchen eine Pause. Unbedingt. Jetzt.

Dieses Innehalten, die Entschleunigung, passt aber nicht zu dem Rahmen und dem Image, dass Sie sich gaben.

Also weitermachen. Warum auch nicht?

Sie haben sich doch ohnehin schon verloren.

Diese Spirale zu unterbrechen ist Ziel eines Coachings bei nahendem Burn-out.

In den Sitzungen lernen Sie, warum Sie Ihren eigenen Ansprüchen nie genügen werden, aber auch Ihr Idealbild mit Ihrem Realbild in Deckung zu bringen.

Sie erkennen, dass dieses Burn-out nur die Spitze des Eis­berges ist: das Ergebnis der unaufgearbeiteten Biografie eines Menschen, der sich über Leistung und Erfolg definiert - eines Menschen für den Tun wichtiger ist als Sein.

Im letzten Schritt des Coachings üben Sie daher, dass, was sie viel zu oft vermeiden: Nein sagen.

 

Wahrhaft siegt,
wer nicht kämpft.

Sun Tsu (Über die Kriegskunst)