Selbstliebe und Annehmen

Mangelnde Selbstliebe hinterlässt im Extrem ein Gefühl von Wertlosigkeit.
Im Vergleich mit anderen, den Erfolgreichen, bleibt die Wahrnehmung ein Nichts zu sein.
Und wäre es nur das, wäre es noch verschmerzbar, schlimmer ist jedoch,
nichts Besseres verdient zu haben.

Wer kann schon sagen: „Ich wurde bedingungslos geliebt - von meinen Eltern und später von meinem Partner“.

Wenn wir ehrlich in den Spiegel schauen, kann dies nahezu keiner. Den anderen Satz auszusprechen, nämlich „ich bin ungeliebt“, fällt aber ebenso schwer. Zu tief ist die Wunde und zu schmerzhaft wäre dieser Satz.

Dennoch, genau dies zu tun, es auszusprechen und zu fühlen ist die Heilung der alten Wunde eines jeden Ungeliebten. Und nur, wenn ich diesen Satz mit aller Wucht spüre, kann ein Annehmen beginnen.

Die meisten waren nämlich tatsächlich Ungeliebte.

Jetzt geht es allerdings darum anzunehmen und anzuerkennen, dass nur wir uns selbst heilen können. Kein anderer Mensch wird uns die verlorene Liebe geben. Und nur, wenn wir beginnen, uns selbst und unserer Vergangenheit zu stellen, kann heilende Selbstliebe wachsen.

Mangelnde Selbstliebe ist das am weitesten verbreitete und zugleich, dass am schwierigsten zu bearbeitende Problem. Hier müssen wir, ob wir wollen oder nicht, eine Reise in die Kindheit und den frühen Mangel antreten.

Es ist ein schmerzhafter aber lohnender Prozess.

 

Glück ist die Erfüllung von Kinderwünschen.

Sigmund Freud