Hingabe oder Aufgabe

Wo endet Hingabe und wo beginnt Aufgabe?
Was ist der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl?
Wie kann ich für andere da sein und mir doch treu bleiben?

Die Trennung von Hingabe und Aufgabe, sowie Mitgefühl und Mitleid fällt oft nicht leicht. Zu verführerisch ist die Herausforderung über ein wenig Unterstützung eines anderen, Zuneigung und Anerkennung zu bekommen.

Der Preis für diese Form von Selbstbestätigung oder Liebe ist allerdings hoch. Oftmals gehen wir dabei weit über die eigenen Grenzen und verlieren uns in den Bemühungen um andere.

Doch nur, wer bei sich selbst ist, kann wirklich etwas geben.

Das Gefühl leer auszugehen, verbunden mit einer subtilen Wut, stellt sich daher zügig und unvermittelt ein.

Doch wohin damit?

Wut ist im gesellschaftlichen Kontext ein unerwünschter Affekt. Die meisten schlucken sie daher runter und machen weiter wie bisher - bis zur Selbstaufgabe.

Coaching ist hier ein guter Weg, die eigenen Grenzen zu erkennen und Methoden zum Einhalten aber auch Durchsetzen dieser Grenzen zu üben, ohne das Mitgefühl zu verlieren.

 

Wahre Hingabe hat ihre Wurzeln in einer ehrfurchtsvollen Dankbarkeit, die zugleich klar, geerdet und intelligent ist.

Sogyal Rinpoche (Funken der Erleuchtung)